Duis aute irure dolor in reprehenderit in voluptate sit amet mauris commodo

Bericht von der Gemeindeversammlung 

Im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung am 21. Juni 2026 standen Informationen über Beschlüsse des Kirchengemeinderates, die dieser nach Abschluss des Gemeindeentwicklungsprozesses getroffen hat. Neben der Vorstellung des neuen Leitbildes und der künftigen inhaltlichen Ausrichtung der Gemeindearbeit ging es vor allem um die Auswirkungen, die der Rückgang der Kirchensteuereinahmen, die abnehmende Zahl der Gemeindeglieder und der Pastor*innen haben.

Von besonderer Tragweite ist die Erkenntnis, dass aufgrund all dieser Faktoren bei gleichzeitig steigenden Betriebs- und Instandhaltungskosten für die Gebäude nicht dauerhaft drei Kirchen für die Kirchengemeinde Rendsburg finanzierbar und sinnvoll nutzbar sein werden. Während des Gemeindeentwicklungsprozesses hat sich für den Kirchengemeinderat geklärt, dass sowohl die St. Marien-Kirche also auch die Christkirche aufgrund ihrer historischen Bedeutung und ihrer heutigen Nutzungen nicht in Frage stehen. Der Kirchengemeinderat hat deshalb eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die den Auftrag hat, für die St. Jürgen-Kirche in der Ahlmannstraße einen Mitnutzer zu finden oder eine kirchliche oder diakonische Institution, die Interesse an der Nutzung der Kirche und der Liegenschaft hat. Sollte sich eine solche nicht finden lassen, wären auch andere Investoren denkbar. Die favorisierte Lösung ist, dass die Kirche als Veranstaltungsort erhalten wird. Aber auch andere Nutzungsmöglichkeiten sind vorstellbar. Oberstes Ziel der Bemühungen des Kirchengemeinderates ist der Erhalt der St. Jürgen-Kirche als stadtteilprägender Bau.

Die Entscheidung ist dem Kirchengemeinderat nicht leichtgefallen. Ihm ist bewusst, dass sich viele Gemeindeglieder der St. Jürgen-Kirche sehr verbunden fühlen. Zudem sieht er die Schönheit der Kirche mit ihrem schwebenden Christus und den faszinierenden Glasfenstern. Gleichwohl hat der Kirchengemeinderat die Aufgabe, die Kirchengemeinde so aufzustellen, dass sie auch zukünftig ihren Aufgaben nachkommen kann. Schon in der Vergangenheit haben sich die damals eigenständige Kirchengemeinde St. Jürgen und die Christkirchengemeinde von Gebäuden getrennt. Zudem hatte die damalige Kirchengemeinde St. Marien beschlossen, sich von der Bugenhangenkirche zu trennen. Für diese konnte im vergangenen Jahr der Kirchenkreis als Mieter gewonnen werden. Der Kirchengemeinderat erkennt die Notwendigkeit, den Prozess der Gebäudereduzierung fortzusetzen, da die Zahl der Gemeindeglieder kontinuierlich sinkt. So hatten die damals drei Gemeinden in den 1970er Jahren fast 30.000 Gemeindeglieder, heute sind es nur noch knapp 10.000. Allein aufgrund der demografischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass dieser Trend sich fortsetzen wird. Deswegen wird bereits die Finanzierung der verbleibenden Gemeindekirchen St. Marien und der Christkirche die Kirchengemeinde langfristig vor große finanzielle Herausforderungen stellen. Der Gemeindeentwicklungsprozess hat sich deswegen auch mit der Frage beschäftigt, wie die Einnahmen für diese Kirchen erhöht werden können.

Eines ist dem Kirchengemeinderat sehr wichtig: Die Entscheidung, sich für die St. Jürgen-Kirche auf die Suche nach Mitnutzern bzw. Investoren zu machen, bedeutet nicht, dass die Kirchengemeinde sich mit ihren Angeboten aus dem Stadtnorden zurückziehen wird. Rainer Karstens betonte auf der Gemeindeversammlung: „Wir unterstützen zurzeit das Vorhaben der Diakonie Rendsburg-Eckernförde, in der Ahlmannstraße 4 ein Stadtteilhaus zu bauen, in dem dann auch bedarfsgerechte kirchliche Angebote vorgehalten werden können. Zudem bleibt die Kindertagesstätte St. Jürgen in kirchlicher Trägerschaft und wird auch weiterhin dazu beitragen, Kirche vor Ort zu sein.“

 

Weitere Beschlüsse

Der Gemeindeentwicklungsprozess hat den Wunsch vieler Gemeindeglieder nach mehr theologischen Veranstaltungen ergeben. Das Pastor*innenteam wird diese erarbeiten. Ebenso wird ein neues Angebot für Kinder entwickelt. Bereits umgesetzt ist der Wunsch, die Pastor*innen mögen niedrigschwellig erreichbar sein. Immer donnerstags gibt es seit dem 2. Juli die sogenannte „AnsprechBar“ in St. Marien. Von 16:00 – 18:00 Uhr ist ein Pastor/eine Pastorin dann vor Ort ansprechbar. (Mehr Informationen dazu finden Sie hier.) Und last but not least wird auf Grundlage des Leitbildes, das im Gemeindeentwicklungsprozess entstanden ist, ein Logo für die Kirchengemeinde Rendsburg entwickelt.